Checklisten für die Wohnungsübergabe – nichts Wichtiges vergessen
Eine gut vorbereitete Wohnungsübergabe spart Zeit, Nerven und vermeidet spätere Diskussionen. Übersichtliche Checklisten helfen Vermietern dabei, alle wichtigen Punkte von Zählerständen über Schlüssel bis hin zu Mängeln systematisch abzuarbeiten – sowohl beim Einzug als auch beim Auszug.
In diesem Überblick finden Sie praxisnahe Checklisten-Bausteine für die Vorbereitung, die eigentliche Übergabe vor Ort und die anschließende Dokumentation. Die Inhalte können Sie an Ihr Objekt und Ihre persönlichen Abläufe anpassen.
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Checkliste vor der Wohnungsübergabe – Vorbereitung für Vermieter
Eine saubere Übergabe beginnt mit einer guten Vorbereitung im Büro. Diese Punkte sollten Sie vor dem Termin prüfen:
- Terminvereinbarung mit Mieter (Datum, Uhrzeit, Treffpunkt in der Wohnung).
- Übergabeprotokoll ausdrucken oder digital vorbereiten (Ein- oder Auszug markieren).
- Aktuellen Mietvertrag bereithalten (zur Klärung von Sondervereinbarungen).
- Liste der Heizkörper, Räume und Ausstattungsmerkmale prüfen/aktualisieren.
- Schlüsselübersicht vorbereiten (Haustür, Wohnung, Keller, Briefkasten, Garage etc.).
- Zugang zu Zählerschränken (Strom, Gas, Wasser, ggf. Heizkostenverteiler) sicherstellen.
- Bei Auszug: Informationen über geplante Renovierungsarbeiten und Fristen sichten.
Je besser Unterlagen und Protokolle vorbereitet sind, desto schneller und ruhiger läuft der Termin vor Ort ab – sowohl für Vermieter als auch für Mieter.
Checkliste Wohnungsübergabe beim Einzug
Beim Einzug werden der Zustand der Wohnung und alle Ausgangswerte festgehalten. Typische Checklisten-Punkte:
- Allgemeiner Zustand der Räume (Böden, Wände, Decken, Türen, Fenster).
- Kontrolle von Sanitäranlagen (Toilette, Waschbecken, Dusche/Badewanne, Armaturen).
- Funktion von Heizung und Thermostatventilen prüfen.
- Elektroinstallationen testen (Lichtschalter, Steckdosen, Klingel, Gegensprechanlage).
- Einbauküche und Elektrogeräte (falls mitvermietet) auf Funktion prüfen und dokumentieren.
- Zählerstände für Strom, Gas, Wasser und ggf. Heizung ablesen und protokollieren.
- Alle Schlüssel zählen, beschreiben und im Protokoll bestätigen lassen.
Idealerweise werden Auffälligkeiten direkt mit Fotos dokumentiert und im Protokoll als bereits vorhandene Mängel vermerkt. So lassen sich spätere Streitigkeiten über Verantwortlichkeiten vermeiden.
Checkliste Wohnungsübergabe beim Auszug
Beim Auszug wird geprüft, ob die Wohnung im vereinbarten Zustand zurückgegeben wurde. Wichtige Prüfpunkte:
- Vergleich mit dem Einzugsprotokoll und ggf. späteren Schadenmeldungen.
- Kontrolle auf übermäßige Abnutzung oder Schäden (z. B. Löcher, Flecken, Brüche).
- Prüfen, ob vereinbarte Renovierungsarbeiten (z. B. Streichen) ausgeführt wurden.
- Erneutes Ablesen aller Zählerstände (Strom, Gas, Wasser, Heizung).
- Vollständige Schlüsselrückgabe inkl. Nachschlüsseln und Kopien.
- Gemeinsame Durchsicht von Keller, Abstellräumen, Stellplätzen und Gemeinschaftsräumen.
Festgestellte Mängel sollten konkret beschrieben, mit Fotos belegt und im Protokoll von beiden Parteien unterschrieben werden. Das ist die Grundlage für eventuelle Kautionsabrechnungen.
Aufbau einer praktischen Checkliste – Bausteine für eigene Vorlagen
Viele Vermieter erstellen eigene Formulare oder digitale Listen. Typische Bausteine einer Übergabe-Checkliste sind:
- Objektdaten (Adresse, Etage, Wohnungsnummer, Name des Mieters).
- Art der Übergabe (Einzug, Auszug, Zwischenabnahme).
- Räume mit einzelnen Prüfpunkten (z. B. Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche, Bad, Flur).
- Spezialbereiche (Balkon/Terrasse, Keller, Stellplatz, Gemeinschaftsräume).
- Zählerstands-Tabelle (Art, Zählernummer, Stand, Datum).
- Schlüsselliste mit Anzahl und Beschreibung.
- Feld für Mängel und Vereinbarungen (z. B. nachträgliche Reparaturen, Fristen).
- Unterschriften von Vermieter/Bevollmächtigtem und Mieter.
Wer regelmäßig Wohnungen übergibt, profitiert von einer immer gleichen Struktur: Mieter erkennen professionelle Abläufe, und Vermieter vergessen im Alltag keine wichtigen Punkte.
Digital oder auf Papier? – Checklisten im Alltag einsetzen
Ob Sie mit Papierformularen oder einer digitalen Lösung arbeiten, hängt von Ihrer Arbeitsweise ab. Wichtig ist, dass die Informationen später leicht auffindbar sind.
- Papierprotokolle nach der Übergabe einscannen und digital ablegen.
- Digitale Formulare (Tablet/Notebook) nutzen und direkt unterschreiben lassen.
- Fotos der Räume und Zählerstände direkt der jeweiligen Übergabe zuordnen.
- Dateien so benennen, dass der Zusammenhang mit Objekt und Datum klar erkennbar ist.
Entscheidend ist weniger die Form, sondern dass alle Informationen vollständig erfasst und dauerhaft nachvollziehbar dokumentiert sind.
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